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Liebe Freunde der Evangelischen Jugend Bochum!

Zwischen Möglichkeit und Wirklichkeit

Am 20. Februar hat das Forum Mitarbeit stattgefunden. Etwa 20 Personen haben sich mit der These Kinder und Jugendliche sind die Zukunft der Kirche auseinandergesetzt. Oder um es noch etwas provokativer zu formulieren: Warum die Jugendarbeit die Kirche rettet

Ich bin aus dem Tag mit dem Gefühl herausgegangen, dass wir uns in einem „Spannungsfeld zwischen Möglichkeit und Wirklichkeit" befinden. Nicht erst seit der Freiburger Studie wissen wir, dass durch den demographischen Wandel, ein Teil unserer kirchlichen Situation in den kommenden 20 bis 40 Jahren nicht beeinflussbar ist.
Wir wissen aber auch, dass ein mindestens genau so großer Teil hausgemacht ist und wir dagegen etwas tun können. Am 20. Februar waren wir uns einig, dass die permanente Investition in die Gruppe der 12-29 jährigen jungen Menschen ein Mittel ist, dieser Situation zu begegnen. Wenn wir unser Geld, unsere Kreativität und Fantasie darauf verwenden, Kindern und Jugendlichen positive Erfahrungen mit „Kirche“ zu ermöglichen, und wenn wir Beziehungen und Bindungen zu ihnen aufbauen, können wir der zunehmenden kirchlichen Entfremdung der heranwachsenden Generation etwas entgegensetzen. Es gibt die Möglichkeit zur Veränderung, es gibt aber auch die Grenzen der Wirklichkeit.  
Am 21. Februar lese ich in der Sonntagszeitung ein Interview mit Steven Walter, dem neuen Intendanten des Beethovenfestes.
Er sagt: „In der Kunst muss der Möglichkeitssinn stärker ausgeprägt sein als der Wirklichkeitssinn. Man braucht die Kunst nicht zum Überleben, aber man braucht sie zum Leben.“
Ich habe mich gefragt ob es legitim ist, diese Aussage auf unsere Arbeit zu übertragen? Ein Versuch könnte so lauten: In unserer Kirche muss der Möglichkeitssinn stärker ausgeprägt sein, als der Wirklichkeitssinn. Wir brauchen den Glauben nicht zum Überleben, aber wir brauchen ihn zum Leben. Kann man das so sagen, und wenn ja, gilt das generell oder nur punktuell? 

Ich für meinen Teil glaube, dass viel Wahrheit in diesen beiden Sätzen steckt. Ich glaube aber auch, dass wir die Spannung zwischen diesen beiden Polen nicht aufheben dürfen. Wir dürfen nicht nur fast schwärmerisch von dem Möglichen fabulieren und die Wirklichkeit außer Acht lassen. Auf der anderen Seite dürfen wir aber auch nicht nur zu Sklaven der Wirklichkeit werden und die Möglichkeiten dessen – was umsetzbar sein könnte - aus dem Blick verlieren. Unsere kirchliche Wirklichkeit ist oft geprägt von Zahlen: Mitgliederstatistiken, Kirchsteuer- und Spendeneinnahmen, Einnahmen- und Ausgabenrechnungen kreiskirchlicher und gemeindlicher Haushalte u.v.m. Wir dürfen die Zukunft nicht nur dieser Wirklichkeit überlassen. Gerade jetzt müssen wir mehr über Möglichkeiten, als über Wirklichkeiten reden. Wir dürfen die Möglichkeiten die wir jetzt schon haben und auch die, die wir uns durch kluge Entscheidungen erarbeiten können, nicht vergessen.  

Wenn wir uns auf diesen Weg begeben, werden die Kinder- und Jugendlichen die Kirche retten. Oder wer es weniger dramatisch formuliert haben will: Kirche wird Zukunft haben, wenn wir jetzt anfangen Kinder- und Jugendarbeit einen neuen Stellenwert einzuräumen. Es ist nie zu spät Veränderungen zuzulassen. 
In unserer Kirche muss der Möglichkeitssinn stärker ausgeprägt sein als der Wirklichkeitssinn. Ich wünsche mir viele Menschen, die sich jetzt und in den kommenden Monaten - vielleicht Jahren, diesem Gedankengang anschließen. 
Wir brauchen den Glauben nicht zum Überleben, aber wir brauchen ihn zum Leben. Ich für meinen Teil stimme dieser Aussage zu, würde sie aber gerne noch ergänzen durch einen Vers aus Hebr. 11
Es ist der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht. Hebr. 11.1
Vielleicht ist das, was der Schreiber des Hebräerbriefes mit fester Zuversicht beschreibt, ein ausgeprägter Möglichkeitssinn, der den Wirklichkeitssinn nicht aus dem Blick verliert. Das jedenfalls wünsche ich uns allen, für die vor uns liegende Zeit.

Bleibt bewahrt, gesund und gesegnet.
Für das Team des Jugendpfarramtes

Rainer Blauth


Newsletter März 2021
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AKTUELLES

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Das Jupf braucht deine Stimme!
Abstimmen für das Bochumer Day Camp bei den Stadtwerke Bürgerprojekten

Wir brauchen dich!
Wir haben uns mit dem Projekt Day Camp für die Bochumer Bürgerprojekte bei den Stadtwerken Bochum beworben. Noch bis zum 23.03.21 läuft dort die Abstimmung. Mit ein bisschen Glück und eurem Einsatz können wir bis zu 15.000 € gewinnen.
Wie könnte ihr uns helfen? Abstimmen kann man als Stadtwerke-Kund*in online oder über die Stadtwerke-App. Für die nicht-Digitalen gibt es Coupons in den kostenlosen Monatsmagazinen und Zeitungen. Ihr braucht dazu eure Kundennummer zur Hand, damit verifiziert ihr euch. Kann ich euch helfen, auch wenn ich dort kein*e Kund*in bin?
Du selber nicht, aber vielleicht kennst du wen, der*die Kund*in ist und die für uns abstimmen können? Das wäre prima. Direkt zu unserem Projekt zum Abstimmen geht es hier: Link

Wir freuen uns über möglichst viele Stimmen!
Falls du dich fragst, was das Day Camp ist, hier gibt es die Kurzausschreibung.
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Hallo, mein Name ist
Nathalie David

und bin 22 Jahre alt.
Ich studiere im Moment Gemeindepädagogik und Diakonie an der Evangelischen Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe und bin im 4. Semester.
Zusätzlich bin ich im Martineum und mache dort, begleitend zum Studium, meine Ausbildung zur Diakonin. Im Rahmen meines Studiums bin ich gerade im 70 Tage Praktikum beim Evangelischen Jugendpfarramt Bochum.
Ich freue mich schon in viele Bereiche reinschnuppern zu können und neue Menschen kennenzulernen.
Noch ein bisschen zu mir: Seit kurzem wohne ich in einer WG in Bochum, mit einer Mitbewohnerin und einem Kater. Ich arbeite mit einer kleinen Stelle in der Offenen Tür in Langendreer. In meiner Freizeit liebe ich es zu singen und spiele in einer Amateurgruppe bei Musicals mit.
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Auszeit-Tag fällt leider
am 20. März aus

Nach der neuen Coronaschutzverordnung können wir uns leider am 20.3.21 noch nicht zur Auszeit treffen. Wir hatten große Hoffnungen in die Tests, aber das dauert ja noch. Und deshalb sind solche Treffen, wie wir sie vorhaben, leider noch nicht möglich.

mehr auf unserer website

VORSCHAU

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AugenBlick mal!
Workshop: Fotos für die Öffentlichkeitsarbeit
am 17. April


Oft ist es nur ein Augenblick der eingefangen werden will. Da wir heute meistens unser Smartphone griffbereit haben, habt ihr in diesem Workshop die Möglichkeit zu erfahren, wie man mit dem Smartphone ansprechende Fotos macht und diese anschließend für unterschiedliche Zwecke einsetzen und veröffentlichen kann.
Wir werden uns mit dem nötigen Datenschutz und ein wenig Theorie beschäftigen und genug Zeit haben, um mit dem eigenen Smartphone verschiedene Techniken auszuprobieren.
Bitte unbedingt das eigene Handy mit vollem Akku und evtl. ein Ladekabel mitbringen! 

Weitere Info hier dem Link folgen.
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Jugendkreuzweg als Actionbound vom 25. März bis zum 2. April

Wer in der Passionszeit für sich einen kleinen Kreuzweg durch die Stadt gehen möchte, kann das als Actionbound vom 25.3. - 2.4. machen.

Der Arbeitskreis für den Ökumenischen Jugendkreuzweg bereitet gerade diesen Weg vor.
Ihr braucht euch nur die App runterladen und findet ab 25. März bei uns auf der Homepage den QR-Code.
Der Weg führt euch vom Schauspielhaus über die Innenstadt bis zur Castroper Straße und wieder zurück.

mehr auf unserer website
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Schnupperkurs
vom 28. - 30. Mai

Wir schauen nach vorne und gehen davon aus, dass nach der Corona-Pandemie das Leben in den Gemeinden wieder lebendig wird. Das hoffen wir auch in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Deshalb möchten wir für die Neulinge in der Kinder- und Jugendarbeit wieder den Schnupperkurs anbieten.
Er richtet sich an die Konfirmierten bzw. an die Jugendlichen ab
14 Jahren, die gerne in die Mitarbeit einsteigen möchten. Auch im Hinblick auf die Entwicklung der Konfi-Camp-Arbeit ist die Schulung der Jugendmitarbeiter*innen wichtig.
Wenn ihr junge engagierte Menschen kennt, für die dieses Seminar jetzt passt, ladet sie bitte dazu ein. 
Wir haben das Wochenende vom 28.-30. Mai eingeplant und in der Jugendbildungsstätte Don Bosco in Hagen-Rummenohl reserviert. Mindestens 12 Neueinsteiger*innen sollten teilnehmen, damit der Kurs stattfindet. Noch hoffen wir, dass Bildungsfahrten dann wieder möglich sind.

mehr Infos auf unser website

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